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Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main hat das in Israel ansässige Unternehmen Better Place eine Software vorgestellt, mit der sich Fahrer von Elektroautos den Weg zur nächsten Elektro-Tankstelle anzeigen lassen können. Dabei ist das System so intelligent, dass es sich der jeweiligen Fahrweise anpasst. Dies berichtet der News-Ticker von Golem.de.
Flexibel und anpassungsfähig
Nach Herstellerangaben nutzt das System die Angaben über den Ladestatus des Akkus, berechnet auf Grundlage der Fahrweise die mit der Akkuladung noch maximal mögliche, zurückzulegende Entfernung und Lotst den Faher dann per GPS sicher zur nächstgelegenen Tankstelle. Somit ist es mehr als ein reines Navigationssystem.
Alle Informationen darüber, wie weit man mit der noch vorhandenen Akkuladung noch kommt und welche Elektrotankstelle sich in der Nähe befindet, werden dem Fahrer in Echtzeit angezeigt. Als Betriebssystem für das im israelischen Entwicklungszentrum in Tel Aviv programmierte Navigationssystem wird Windows Embedded verwendet und als Prozessor kommt ein stromsparender Intel Atom zum Einsatz.
Markteinführung zunächst nicht in Deutschland
Obwohl Better Place mit dem Automobilzulieferer Continental ein deutsches Unternehmen für den Bau der Komplettlösung ins Boot geholt hat, werden Kunden hierzulande noch eine Weile auf die Markteinführung warten müssen. Eingebaut wird das System zunächst in den von Renault gebauten und ebenfalls auf der IAA vorgestellten Familienwagen Fluence ZE. Dieser kommt ab 2010 zunächst in Dänemark und Israel auf den Markt. In beiden Ländern arbeitet Better Place bereits an der Errichtung eines dichten Netzes von Elektro-Tanksäulen.
Offene Plattform
Ähnlich wie bei Betriebssystemen für Smartphones, so handelt es sich auch bei AutOS um eine offene Plattform. Somit wird auch externen Anbietern die Entwicklung eigener Applikationen ermöglicht, die sie dann den Fahrern von Elektroautos zur Verfügung stellen können. Zudem soll AutOS auch mit Ladestationen anderer Hersteller kompatibel sein. Gemeinsam mit anderen Herstellern arbeite Better Place bereits an der Entwicklung von Standards für Akkus, Stecker und Protokolle.
Ein Großteil der Fahrzeuge, die in Tokio zur Stadtluftverschmutzung durch Auspuffabgase beitragen, sind Taxis. Zum Vergleich: In anderen Metropolen ähnlicher Größe wie Paris oder New York City sind weit weniger Taxis unterwegs. Daher eignet sich die japanische Hauptstadt wie keine andere Metropole für den Test von Elektrotaxis.
Ab Januar 2010 sollen im Rahmen eines Pilotprojekts zunächst bis zu vier Elektroautos im Taxiverkehr eingesetzt werden. Das Projekt wird von dem israelischen Unternehmen Better Place in Zusammenarbeit mit Tokios größtem Taxi-Unternehmen realisiert. Ausgeschrieben wurde es vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie und der Agentur für Energie und natürliche Rohstoffe.
Zum automatischen Wechseln der Akkus der Elektrotaxis hat Better Place bereits im Frühjahr eine Ladestation vorgestellt. Der Akkuwechsel soll nur anderthalb Minuten dauern. Für die eingesetzten Elektrotaxis soll im Tokioter Stadtgebiet Ropongi Hills eine ständig verfügbare Ladestation entstehen.


