Archiv für Dezember 2009

iStock_000002311855SmallIn der letzten Woche musste ich aufgrund meines Zivildienstes für eine Schulung nach Spiegelau in den Bayrischen Wald reisen.

Wie für Schulungen in diesem Bereich üblich bekam ich von meiner Dienststelle zugesichert, dass die Fahrtkosten übernommen werden. Als ich kurz vor meiner Abreise allerdings noch einmal genauer nachfragte, stellte sich heraus, dass mit Kostenübernahme nur die jeweils günstigste Reisemöglichkeit gemeint war. In meinem Fall war dies die Zugfahrt mit dem Bayernticket.

Natürlich hätte ich bevorzugt mit dem Auto die etwas über 200 Kilometer Wegstrecke angetreten, da ich so unabhängiger und schneller sein könnte, doch der Preisunterschied und die hohen persönlichen Kosten führten dann doch dazu, dass ich am Abreisetag um 7 Uhr morgens an unserem kleinen Bahnhof stand und auf den ersten Zug nach München wartete. Von München aus ging es recht schnell und komfortabel im kaum besetzten Regional Express weiter nach Landshut und Plattling am Zusammenfluß von Isar und Donau.

In Plattling hatte ich eine Wartezeit von etwa 30 Minuten, die ich mit einem kleinen Frühstück in der Bahnhofsgaststätte verbrachte und wenig später konnte ich auch schon nach Spiegelau weiterfahren. Mir war bekannt, dass Spiegalau etwas abgelegen ist, aber am Bahngleis bekam ich doch erst einmal einen Schrecken. Der “Zug” oder die Waldbahn, wie sie auf dieser Strecke treffenderweise genannt wird, bestand nur aus zwei entgegengesetzt zusammengekoppelten Regional-Loks mit kleinem Personenabteil. Dank der vielen Zivis, die an diesem Tag auf dem Weg nach Spiegelau waren, füllte sich der kleine Zug bis auf den letzten Platz und schon ging es los…

Kurz nach Plattling begann die Strecke in den bayrischen Wald überzugehen, nur noch selten war an den Seiten ab und zu ein kleines Dorf zu erspähen. Die meiste Zeit fuhren wir durch dichte und unbewohnte Waldgebiete. Die Strecke an sich ist sehr alt und befindet sich in einem recht überholungsbedürftigen Zustand. Kaum einmal fuhr der Zug längere Zeit geradeaus sondern mühte sich in langen und großen Bögen die Steigungen im bayrischen Wald Bergauf.

Nachdem wir die Kreisstadt Grafenau passiert hatten waren auch die letzten “normalen” Fahrtgäste ausgestiegen und der Zug war nur noch von uns Zivis besetzt. Nach Grafenau folgten die Gleise erst einen kleinen Bach um daraufhin schon bald durch eine tiefe Schlucht weiterzuführen. Unter größter Mühe quälte sich die Lok die Steigung hinauf und der Fels schien uns dabei immer näher zu kommen; Tunnel wechselten sich mit einer Streckeführung direkt neben dem Abhang ab. Noch nie hatte ich den bayrischen Wald von dieser natürlichen Seite aus gesehen. Nach der Schlucht folgte eine weitere Passage tiefstes Waldgebiet um bald auf den nächsten kleinen Dorfbahnhof zu treffen.

Auf der kleinen Lichtung auf der sich das Dorf befand sah ich das erste mal, dass wir durch das ständige Klettern und höher steigen den dichten Nebel im Donautal nun endlich verlassen hatten und es eröffnete sich unter uns eine unglaubliche Aussicht auf den bayrischen Wald, kleine Dörfer und die dichten Nebelschwaden im Tal. Die Strecke wechselte noch ein paar mal zwischen Wald, Lichtung und Dörfern bis wir endlich in Spiegelau unserem Ziel angekommen waren.

Mobile Navigationsgeräte helfen sich auch beim Wandern in abgelegen Regionen zurecht zu finden.

Mobile Navigationsgeräte helfen sich auch beim Wandern in abgelegen Regionen zurecht zu finden.

Kurz vor Spiegelau begann der Lokführer mit ständigem Hupen, da hier die Strecke die Staatsstraße auf kürzester Distanz mehrmals ohne Schranken und Lichtsignale kreuzte. In Spiegelau machte ich mich auf den Weg zur Schule und bemerkte bald im Gespräch mit anderen Zivis, dass ich für die Reise etwa 2 Stunden mehr gebraucht hatte als Leute, die aus dem gleichen Gebiet mit dem Auto gefahren waren, doch dieses mal machte mir die Zeit nichts aus.

Die anderen waren nämlich nur auf der gut ausgebauten Bundesstraße unterwegs gewesen und hatten außer den vielen Bäumen nichts von der Schönheit des bayrischen Waldes erleben können.

iStock_000003987654XSmallDer Allgemeine Deutsche Automobilclub fordert von den Autoherstellern die standardmäßige Auslieferung aller neuer Wagen mit einer Schnitt-Muster-Skizze für den Notfall.

Diese Schablone könnte z.B. unter der Sonnenblende untergebracht werden und sollte wichtige Daten wie Positionen von Airbags, Gasgeneratoren, Gasdruckdämfper, Tanks und die idealen Ansatzstellen für Schere und Spreitzer beinhalten. Hier gibt es bisher nur einen Automobilhersteller, der ohne Gesetzestext oder Selbstverpflichtung Rettungsdiensten und Feuerwehren notwendige Informationen liefert, nämlich Mercedes Benz. Der Stuttgarter Autohersteller stellt einen derartigen “Sicherheitsleitfaden” bereits seit 1994 für alle seine Modelle zur Verfügung.

Hier sollten die anderen Hersteller freiwillig nachziehen, denn im Notfall lässt sich einfach viel schneller und zielgerichteter handeln wenn ein standartisierter und auf den Autotyp angepasster Leitfaden bei Bergung und Rettung immer bereits vorliegt.

Vor Kurzem habe ich für einen Filmeabend wieder einmal etwas in meinem Video-Archiv gekramt und entdeckte eine DVD des Films “Road Trip” aus dem Jahr 2000.

Schon damals fand ich den Film ausgezeichnet und urkomisch und habe mich deswegen auch an diesem Abend dafür entschieden, ihn noch einmal mit meinen Freunden anzusehen. In dem Film macht Barry (Tom Green) eine Führung durch sein Ithaca College. Doch die Besucher beginnen sich vor lauter Langeweile zu beschweren und Barry beginnt eine Geschichte zu erzählen, die ihm mit seinen Freunden wiederfahren ist: Ein Videotape zeigt Barrys Freund Josh (Breckin Meyer) beim Seitensprung und zu allem Unheil befindet sich das Band auch gerade noch auf dem Weg zu seiner Freundin Tiffany (Rachel Blanchard), die 1800 Meilen entfernt wohnt. Obwohl Josh auch noch sein nächstes Examen dringend mit einer 2+ bestehen muss, lässt er sich von seinen Freunden E.L. (Sean William Scott) Rubin (Paulo costanzo) und Kyle (DJ Qualls) überreden, sich auf einen Roadtrip quer durch die USA zu begeben, um das Video noch rechtzeitig vor der Postzustellung abzufangen.

Ich und meine Freunde haben ein weiteres mal herzlichst bei dem Film gelacht und uns im Nachhinein noch einmal ausgemalt, wie toll doch ein solcher Roadtrip durch die USA sein könnte. Wir überlegten, auf welcher Route man am Besten von New York nach Los Angeles reisen könnte. Natürlich mit einem Wohnmobil, um auch das amerikanische Hinterland hautnah kennenzulernen und einige der großen Nationalparks zu besuchen. Natürlich wird es vorerst ein Hirngespinnst und ein Traum bleiben, doch zumindest ist uns jetzt klar, dass außer mir noch mehrere meiner Freunde diese Idee und diesen Traum haben und vielleicht schafft es unsere Clique ja doch noch einen ebenso abenteuerlichen und lustigen Roatrip wie im Film anzutreten.

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Das neue Traumauto wird nächstes Jahr wohl trotz fehlender Awrackprämie günstiger zu haben sein.

Das neue Traumauto wird nächstes Jahr wohl trotz fehlender Awrackprämie günstiger zu haben sein.

Der Münchner Merkur berichtete über eine neue Studie, die  auch für das nächste Jahr eine weitere Rabattschlacht bei den Autoverkäufen prognostiziert.

Bereits im November hatten die Rabattaktionen trotz aufgebrauchten Budgets der Hersteller leicht angezogen. Die Automobilhersteller fürchten einen Umsatzeinbruch nach dem Auslaufen der Abwrackprämie und gehen darum jetzt bei den Rabattaktionen wieder in die Vollen. Im Januar sind dann die “Verkaufsförderungsbudgets” für das Jahr 2010 wieder prall gefüllt und darum lassen sich weitere Aktionen zur Ankurbelung des Abverkaufs erwarten.

So gehen die Experten davon aus, dass der durchschnittliche Autorabatt im Frühjahr 2010 auf bis zu 20 Prozent ansteigen wird. Im auslaufenden Jahr 2009 wurden regelmäßig über 20 Prozent Rabatt gewährt. Besonders die Volumenhersteller hatten sich mit immer neuen Angeboten übertroffen. Spitzenreiter war hier Citroen, der einen Xsara Picasso zwischenzeitlich mit 33,7 Prozent auf den Listenpreis verkauft hat.

Ab dem 1. Januar 2010 gibt es hinsichtlich der Abgasuntersuchung (AU) von Fahrzeugen eine neue Regelung: die AU wird dann als “Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems” ein Bestandteil für alle Fahrzeuge, die eine Abgasuntersuchungs-Pflicht haben. Zudem wird sie fest in die Hauptuntersuchung (HU) integriert. Bis auf Oldtimer mit spezieller Zulassung dürfte unter diese Regelung dann jedes Auto in Deutschland fallen.

Ab dem Jahrewechsel bekommt das Fahrzeug die HU-Plakette nur dann, wenn es auch die Untersuchung der Abgase bestanden und die jeweils geltenden Normen (aktuell Euro 1 bis Euro 5, ab September 2014 sogar bis Euro 6) bestanden hat. Dafür entfällt die alte, sechseckige AU-Plakette auf dem vorderen Kennzeichen, die durch Abkratzen entfernt wird. Etwaige Kratzer werden durch eine “AU-Reparaturplakette” überdeckt. Bleibt zu hoffen, dass auch alle Ordnungsämter darüber informiert sind und in den ersten Wochen des neuen Jahres keine Verwarnungen wegen fehlenden AU-Plaketten ausgesprochen werden…

Das Fahrzeug wird weiterhin von den anerkannten Überwachungsorganisationen untersucht und überprüft, wie die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), der Technische Überwachungsverein (TüV) oder die Dekra. Der Prüfingenieur nimmt im Rahmen der HU dann ebenfalls die Untersuchung der Abgase vor.

Zum Glück gibt es aber eine Ausnahme, um etwaige Mehrkosten durch Nachprüfungen zu vermeiden: Falls dem Prüfingenieur der Prüfnachweis einer anerkannten AU-Werkstatt vorgelegt wird. Diese darf aber höchstens nur einen Monat vor der HU durchgeführt worden sein. Es wird empfohlen, den Prüfnachweis gemeinsam mit dem HU-Bericht bis zur nächsten Hauptuntersuchung aufzuheben und im Fahrzeug immer mitzuführen.

Sollte im Winter immer dabei sein, eine Thermomatte um die Scheibe vor dem Vereisen zu schützen.

Sollte im Winter immer dabei sein, eine Thermomatte um die Scheibe vor dem Vereisen zu schützen.

Gerade in der grauen und tristen Jahreszeit bringt es die Sonne in der kurzen Zeit, in der sie scheint, an den Tag: durch den schiefen Sonnenstand sind die alltäglichen Schmutzschlieren auf den Fensterscheiben nur allzu gut sichtbar. Manchmal leider sogar so stark, dass Verkehrsschilder oder gar die Farbe der Ampel nur noch zu erraten sind. Da hat mal wohl schon länger nicht mehr die Zeit zum Scheibe reinigen gefunden? Dabei ist eine einwandfreie Sicht nach allen Seiten enorm wichtig. Vor allem, da nicht alle Verkehrsteilnehmer bei Nacht und Nebel gut zu sehen sind. Neben dunkel angezogenen Fußgängern leider immer noch viel zu viele Radfahrer, die ohne Beleuchtung unterwegs sind und sich selbst dadurch extrem gefährden…

Aber noch schlimmer sind die Autofahrer, egal ob männlich oder weiblich, die mit im Winter zugefrorenen Scheiben unterwegs sind, womöglich noch bei Morgensonne, die sich dann in der eisigen Windschutzscheibe richtig schön spiegelt, und in die, mangels vorhandenem Eiskratzer dann eben mit der Bank- oder Kreditkarte gerade mal ein kleines Guckloch freigekratzt wurde! “Den Rest besorgt ja irgendwann das Gebläse…” Aber bis der Motor warm und die Scheibe komplett enteist ist dauert das je nach Motor bis zu 15 Minuten, mit moderenen Dieseln sogar noch länger, in denen man dann nahezu im Blindflug im Straßenverkehr unterwegs ist und für die anderen Verkehrsteilnehmer, früh auch für Schulkinder, eine Gefahr darstellt!

Hiermit nochmal der Aufruf an alle Autofahrer: bitte ein paar Minuten eher aufstehen und das Haus verlassen. Und, kauft euch endlich einen vernünftigen Eiskratzer, mit dem die Scheiben einfach und schnell vom Eis befreit werden können. Das sind vielleicht ein paar Minuten Arbeit, aber doch viel besser, als lebenslang mit einem daraus resultierenden Unfall mit Schwerverletzten oder Toten leben zu müssen, oder??

Noch eine Anekdote zum Schluß: sah ich erst gestern abend. Ich war noch in meiner Stadt zum Einkaufen unterwegs und sah am anderen Straßenende einen Autofahrer anfahren, noch ohne die Scheinwerfer anzumachen! Er fuhr weiter, blinkte und wechselte in eine Nebenstraße, wo er an einer Fahrbahnverengung anhalten mußte. 3 Autos kamen ihm entgegen, aber keiner machte den Autofahrer darauf aufmerksam, dass er noch ohne Licht unterwegs war.

Erst beim Wiederanfahren bemerkte er “komisch ist das heute abend aber dunkel draußen, oh, ich habe ja noch kein Licht an!” und schaltete es endlich ein.

Einfach diese Eselbrücke merken: “Erst Gurten, dann Sichtcheck, dann Starten” und allzeit gute Fahrt!

Da sich mein gut 18 Jahre alter BMW langsam aber sicher in den Ruhestand verabschiedet hat war ich schon einige Monate auf der Suche nach einem etwas “jüngerem” Auto gewesen und hatte Glück: mein Vater hat sich vor kurzem einen preislich attraktiven knapp 6-jährigen Mercedes M-Klasse gekauft und so war sein Toyota Camry, Baujahr 1992, für mich zum “Familienpreis” zu haben.

Dieser Preis war die im November fällige Haupt- und Abgasuntersuchung beim TüV… Nachdem erst noch eine neue Autobatterie eingebaut, die alte gab gar nix mehr von sich, und ein Kühlerschlauch, da war irgendwann der Marder dran gewesen und er hatte als Marderabwehr nur ein einfaches Drahtgeflecht “zum Abschrecken” untergelegt, ersetzt worden war bin ich letzte Woche zum Testen gefahren. Zuerst lief’s auch ganz gut…

Die Scheinwerfer und Beleuchtung sowie die Signalhupe funktionierten, der äußere Eindruck der Karosserie paßte auch, mal abgesehen von den ca. 130 Beulen vom großen Hagel 2001 im Miesbacher Oberland, und dann ging’s auf den Bremsenprüfstand.

Anfangs waren die Bremswerte waren gleichmäßig doch kurz vor der geplanten Vollbremsung verlor das Bremspedal an Druck und fiel durch… Testabbruch, Auto auf die Hebebühne und nachgesehen: da tropfte die Bremsleitung, die zur Hinterachse führte gemütlich vor sich hin. Na super, dachte ich, das wird teuer!

Der Herr vom TüV machte die Inspektion weiter und bis auf die Bremsleitung und die Bremsscheiben inkl. Beläge vorne hatte er nichts mehr zu beanstanden. Gut, das reichte auch und ich war froh, dass das mit den Bremsen hier und nicht auf der Autobahn geschehen war! Ach ja, der Auspuff war auch noch undicht, so dass die AU auch nicht vorgenommen werden konnte…

Aber Glück im Unglück, der Auspuff konnte geschweißt werden und die Bremsanlage komplett Instandgesetzt werden, so dass ich jetzt die nächsten 2 Jahre wieder “TüV-geprüft” mit dem Toyota unterwegs sein kann.

Nun ja, der ganze “Spaß” hat mich etwas über 800,- Euro inkl. der Nachprüfung gekostet, aber umgerechnet auf die nächsten 24 Monate ist’s okay. Vor allem, sonst funktioniert alles so wie Klimaanlage, Fensterheber und Schiebedach und, vor allem, ich bin mobil!

Wie ist eure Erfahrung mit dem TüV? Eher Positiv oder Negativ und was haltet ihr von der Zusammenlegung von AU und TüV ab 01.01.2010?

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