Archiv für August 2009

Ein Großteil der Fahrzeuge, die in Tokio zur Stadtluftverschmutzung durch Auspuffabgase beitragen, sind Taxis. Zum Vergleich: In anderen Metropolen ähnlicher Größe wie Paris oder New York City sind weit weniger Taxis unterwegs. Daher eignet sich die japanische Hauptstadt wie keine andere Metropole für den Test von Elektrotaxis.

Ab Januar 2010 sollen im Rahmen eines Pilotprojekts zunächst bis zu vier Elektroautos im Taxiverkehr eingesetzt werden. Das Projekt wird von dem israelischen Unternehmen Better Place in Zusammenarbeit mit Tokios größtem Taxi-Unternehmen realisiert. Ausgeschrieben wurde es vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie und der Agentur für Energie und natürliche Rohstoffe.

Zum automatischen Wechseln der Akkus der Elektrotaxis hat Better Place bereits im Frühjahr eine Ladestation vorgestellt. Der Akkuwechsel soll nur anderthalb Minuten dauern. Für die eingesetzten Elektrotaxis soll im Tokioter Stadtgebiet Ropongi Hills eine ständig verfügbare Ladestation entstehen.

Am Mittwoch verabschiedete das Bundeskabinett den so genannten „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“. Hiermit möchte die Bundesregierung die Entwicklung von Elektroautos vorantreiben und Deutschland eine Führungsposition auf dem Markt für Elektromobilität sichern. Der Entwicklungsplan, so Forschungsministerin Annette Schavan, sei zur richtigen Zeit das richtige Signal an die Forschung, die Wirtschaft sowie künftige Käufer von Elektroautos. Mit insgesamt 200 Millionen Euro fördert die Bundesregierung im Rahmen des Aktionsplans die Weiterentwicklung aller Technologien rund um das Elektroauto.

Der Plan setzt zwei Schwerpunkte. Mit rund 70 Millionen Euro soll die Entwicklung neuer Akkumulatoren gefördert werden. Die restlichen Finanzmittel fließen in die Entwicklung neuer Elektroautos: Verbrennungsmotoren, so Schavan, könne man nicht einfach durch Akkus und Elektromotoren ersetzen. “Wir müssen das Auto neu denken! Wir brauchen völlig neue Fahrzeugkonzepte mit einer alternativen Tank-Infrastruktur. Und wir brauchen marktfähige Batterien. Forschung und Entwicklung werden hier noch stärker zusammenarbeiten, um Deutschland “elektromobil” zu machen.”

Von den Investitionen der Bundesregierung sollen neben den Entwicklern jedoch auch die Verbraucher profitieren: Mit finanziellen Anreizen will die Bundesregierung ab 2012 den Autofahrern den Umstieg auf ein Elektroauto schmackhaft machen.

Das Auto wird nicht umsonst als „der Deutschen liebstes Kind“ bezeichnet. Viele Autobesitzer basteln in ihrer Freizeit gerne an ihrem eigenen Wagen herum. Hierdurch lassen sich schnell im vergleich zur Reparatur in einer Profi-Werkstatt mehrere hundert Euro sparen.

So schön dieses Hobby auch ist, bei der Bastelleidenschaft ist Vorsicht geboten: Beispielsweise sollten Sie niemals an einem Neuwagen herumschrauben. Tun sie dies doch, so riskieren Sie eventuell den Verlust der Garantie oder von Gewährleistungsansprüchen.

Dieses Risiko gehen Sie beim Basteln an einem Gebrauchtwagen nicht ein. Somit steht Ihnen ein breites Betätigungsfeld für Ihr Hobby zur Verfügung. Trotzdem sind sicherheitsrelevante Teile wie die Bordelektronik, Bremsbeläge und das Fahrwerk Tabu. An diese Bestandteile Ihres Wagens sollten nur ausgebildete Fachleute Hand anlegen.
Anders sieht dies in einer Selbsthilfewerkstatt aus: Dort können Sie das bereits vorhandene Spezialwerkzeug benutzen und falls sie einmal nicht weiter wissen, steht Ihnen fachkundiges Personal zur Seite.

Vielleicht gehören Sie aber zu denjenigen Autofans, die lieber in der heimischen Garage basteln. Mit entsprechendem Spezialzubehör können Sie das Innere und Äußere Ihres Wagens dekorieren oder den PKW mit einer Maderabwehr vor unerwünschten Eindringlingen schützen.

ebay

ebay

Ab dem 11. August sind Neuwagen des US-amerikanischen Automobil-Konzerns General Motors (GM) auch über das Online-Auktionshaus eBay erhältlich. Durch die Kooperation mit eBay beabsichtigt GM, sein durch die Finanzkrise eingebrochenes Geschäft wieder neu anzukurbeln.

Kunden, die sich für ein Fahrzeug von GM interessieren, können auf den Internet-Seiten von eBay Fahrzeuge der Marken Buik, Chevrolet, GMC und Pontiac virtuell in Augenschein nehmen und anschließend käuflich erwerben. An der Kooperation beteiligen sich bis zu 225 im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Autohändler. Diese stellen über die Plattform von eBay rund 20.000 Neuwagen für den Verkauf zur Verfügung. Anders als im Kerngeschäft von eBay, werden die Neuwagen jedoch nicht versteigert, sondern für den Sofortverkauf zu festen Preisen angeboten. Allerdings können potenzielle Kunden ein „Best Offer“ abgeben, an das sich der Händler jedoch nicht halten muss.

General Motors

General Motors


Mit dieser Aktion möchte GM seine Modelle aus den Jahren 2008 und 2009 verkaufen. Dabei soll das Geschäft nicht nur auf die eBay-Hauptseite beschränkt sein, sondern auch auf besonderen, für die Kooperation eingerichteten Seiten wie gm.ebay.com und chevrolet.ebay.com stattfinden.

Wie in Deutschland, so gibt es auch in den USA eine Abwrackprämie. Das als „Cash for Clunkers“ (Bargeld für Schrottkisten) bezeichnete Prämienprogramm wurde erst kürzlich mit zwei Milliarden Dollar aufgestockt. Amerikaner, die einen Neuwagen mit niedrigem Spritverbrauch erwerben und ihr altes Fahrzeug verschrotten lassen, erhalten eine Prämie von bis zu 4500 Dollar. Die Anzahl der bisher über die Abwrackprämie neu gekauften Fahrzeuge soll bei rund 220.000 Stück liegen. Kunden, die Ihren Neuwagen online bei eBay kaufen, können die Verfügbarkeit der Abwrackprämie auch online prüfen lassen. Bei entsprechendem Erfolg soll die zunächst bis zum 8. September laufende Aktion über einen längeren Zeitraum hinweg fortgesetzt werden.

In einer Rede, die US-Präsident Barack Obama anlässlich eines Besuchs bei dem Truckhersteller Navistar im US-Bundesstaat Indiana hielt, hat er ein Förderprogramm zur Entwicklung umweltfreundlicher Hybrid- und Elektroautos angekündigt. Insgesamt werde seine Regierung, so der Präsident, 2,4 Milliarden Euro in die Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge investieren. Die Autoindustrie werde 2,4 Milliarden Dollar beisteuern.

“Aufgrund der weltweit härteren Konkurrenz können wir es uns nicht leisten, das Rennen mit halber Kraft oder halber Geschwindigkeit zu fahren” , sagte der Präsident. Er wolle die USA in Punkto Elektromobilität an die Weltspitze bringen. Diese Investition, so Obama, sei die bisher größte in die Entwicklung von Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieb.

Möglich ist dies im Rahmen des so genannten American Recovery and Reinvestment Act“ zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Die insgesamt 48, durch das Department of Energy ausgewählten Projekte sollen die Entwicklung der Akku- und Elektromotor-Technik vorantreiben. Laut Obama sollen so zehntausende neuer Jobs geschaffen werden. Von der aktuellen Wirtschaftskrise ist jedoch gerade die Autoindustrie hart getroffen worden. Daher sind die angekündigten Investiitionen umso bemerkenswerter.

Der Truckhersteller Navistar erhält von der US-Regierung rund 39 Millionen Dollar. Mit dem Geld möchte das Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen und bis 2010 einen vollelektrischen Lieferwagen herstellen können. Für 2010 ist eine Stückzahl von 400 anvisiert, die Navistar in einigen Jahren auf bis zu mehrere tausend steigern möchte.

Amerikanische Wissenschaftler am Robotics and Mechanisms Laboratory der Virginia Polytechnic Institute and State University (Virginia Tech) haben ein Auto für Blinde entwickelt. Das auf einem so genannten „Dirt Buggy“ basierende Fahrzeug statteten die Wissenschaftler zusätzlich mit intelligenter Technik aus, die ursprünglich für ein vollkommen selbständig fahrendes Auto entwickelt worden war.

Der Abstand des Fahrzeugs zu Hindernissen wird über Sensoren gemessen. Zur Navigation unerlässliche Informationen erhält der Blinde Fahrer über akustische und Taktile Rückmeldungen. Der Fahrer kann jederzeit eingreifen und wird durch die Technik (Assistenz-Systeme) nur unterstützt. Beispielsweise wird er über die taktile Landkarte jederzeit über die Position des Fahrzeugs auf der Straße sowie die sich um ihn herum befindlichen Hindernisse auf dem Laufenden gehalten.

Die Initiative zu dieser Entwicklung stammt von dem US-amerikanische Blindenverband „National Fedeeration of the Blind (NFB). Um die Entwicklung eines für Blinde nutzbaren Autos voranzutreiben, hatte die Organisation 2004 die so genannte „Blind Driver Challenge” ins leben gerufen. Die Virginia Tech University soll nach eigenen Angaben die einzige Forschungseinrichtung sein, die sich dieser Herausforderung gestellt und einen entsprechenden Prototyp entwickelt habe.

Wes Majerus, Technikexperte des in Boltimore ansässigen und zur NFB gehörenden Jernigann Institute durfte das Auto als Erster testen und zeigte sich von dem ersten Prototyp begeistert. Die an Bord befindliche Technik liefere ihm präzisere Informationen als ein menschlicher Beifahrer. Die Umsetzung eines Kommandos wie „links abbiegen“ die, gleich mehrere Interpretationen wie „ein wenig“ oder „scharf links abbiegen“ zulasse, könnten durch die präziseren Anweisungen der Bordtechnik auch präziser umgesetzt werden.

Bleibt abzuwarten, ob der Prototyp irgendwann die Serienreife erlangt und das Lenken eines Autos durch den Straßenverkehr auch für blinde Menschen irgendwann zum Alltag gehören wird.

Mit Nissan und Mitsubishi haben gleich zwei japanische Autohersteller angekündigt, bezahlbare Elektroautos auf den Markt zu bringen: Der „Nissan Leaf“ bietet fünf Personen Platz und hat eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern. Der Motor wird von einem 90 kW Lithium-Ionen-Akku gespeist, mit dem es der Wagen bei einer Leistung von 80 kW und einem Drehmoment von 280 Nm auf bis zu 140 Kilometer pro Stunde schafft. Eine Akkuladung von 24 kWh soll laut Hersteller für eine Reichweite von 160 Kilometern genügen. Zum Anschaffungspreis machte Nissan jedoch keine Angaben. Es wurde lediglich bekannt, dass das neue Elektroauto zum selben Preis wie ein mit ähnlichen Merkmalen ausgestatteter Benziner zu haben sei. Hinzugekauft werden müsse jedoch der Akku, der mit einem Anschaffungspreis von 7.500 Euro zu Buche schlägt.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Powered by Danto.de

Suche