Mit Nissan und Mitsubishi haben gleich zwei japanische Autohersteller angekündigt, bezahlbare Elektroautos auf den Markt zu bringen: Der „Nissan Leaf“ bietet fünf Personen Platz und hat eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern. Der Motor wird von einem 90 kW Lithium-Ionen-Akku gespeist, mit dem es der Wagen bei einer Leistung von 80 kW und einem Drehmoment von 280 Nm auf bis zu 140 Kilometer pro Stunde schafft. Eine Akkuladung von 24 kWh soll laut Hersteller für eine Reichweite von 160 Kilometern genügen. Zum Anschaffungspreis machte Nissan jedoch keine Angaben. Es wurde lediglich bekannt, dass das neue Elektroauto zum selben Preis wie ein mit ähnlichen Merkmalen ausgestatteter Benziner zu haben sei. Hinzugekauft werden müsse jedoch der Akku, der mit einem Anschaffungspreis von 7.500 Euro zu Buche schlägt.
Für das Aufladen des Akkus während der Fahrt ist ein regeneratives Bremssystem vorgesehen. Mit einem ebenfalls erhältlichen Schnellladegerät soll es möglich sein, den Akku innerhalb einer halben Stunde auf bis zu 80 Prozent seiner Kapazität zu laden. Das Aufladen über das Stromnetz dauert mit acht Stunden (200V/230V) vergleichsweise länger.
Ebenfalls bis Ende 2010 soll der „e-Miev” von Mitsubishi auch in Deutschland erhältlich sein. Wie Firmenchef Osamu Masuko im Interview mit dem Handelsblatt äußerte, wird der Wagen ab der Markteinführung für umgerechnet 30.000 Euro zu haben sein. Er visiere jedoch eine Preissenkung auf 15.00 Euro ab 2012 an, sofern Mitsubishi 30.000 Stück des Elektroautos pro Jahr verkaufen könne.
Laut Herstellerangaben bietet der „i-Miev“ vier Personen Platz. Bei einer Maximalleistung von 47 kW/64 PS hat die EU-Version des „I-Miev“ eine Reichweite von 144 Kilometern. Mit der Offboard-Ladeeinheit kann der Akku bei 50kW innerhalb von 30 Minuten auf 80 Prozent seiner Kapazität geladen werden. Bei Verwendung der Offboard-Ladeeinheit (15 Amp./220 V) beträgt die Ladezeit fünf bis sieben Stunden.
Die Einführung von umweltfreundlichen Elektroautos erfordert eine flächendeckende Versorgung mit Ladestationen. Hier möchte Nissan mit Renault zusammenarbeiten und in Europa unter anderem die Regierungen von Großbritannien und Portugal mit ins Boot holen. Mitsubishi-Chef Osamu Masuko kann sich eine Zusammenarbeit zwischen den Städten und den Autohberstellern vorstellen.

