Der Autobauer BMW leidet unter einer massiven Absatzflaute. Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat BMW seine Mitarbeiter nun zum Kauf von Autos aus dem eigenen Hause ermahnt. In Berlin, Leipzig, Dingolfing, Landshut und München klemmten in der vergangenen Woche rund 7000 Karten an Mitarbeiterautos, die ein Auto der Konkurrenz fahren. Dies wurde von einem Mitarbeiter des Hauses BMW bestätigt. Bereits letzte Woche hatte die Süddeutsche Zeitung eine Meldung dieser Art verlauten lassen.
Auf den Karten stand zunächst die Frage: «Was stimmt hier nicht?» Danach heißt es: «Sie arbeiten gerne bei uns. Sie wissen Ihren Arbeitsplatz und Ihr Einkommen zu schätzen. Aber Sie fahren ein Fahrzeug der Konkurrenz.» Laut dem Hause BMW sei dies aber nicht als Aufforderung, sondern lediglich als Denkanstoß gedacht. Auch auf die Bewertung der Mitarbeiter habe dies keinerlei Einfluss.
Die Aktion war mit dem Betriebsrat abgestimmt, so der Sprecher. Familienautos wie Vans oder Kleinbusse, die BMW nicht im Angebot hat, seien von der Aktion nicht betroffen gewesen.


Also meiner Meinung nach ist diese Aktion von BMW durchaus legitim. Da besonders in solchen schweren Zeiten in einem Betrieb alle an einem Strang ziehen sollten, ist es nicht verwerflich, BMW Mitarbeiter zu fragen ob sie nicht lieber einen BMW fahren wollen. Immerhin bekommen alle BMW Mitarbeiter auf BMW-Jahreswagen 25% Rabatt. Wenn man dies berechnet, kommt man auf jeden Fall auf den gleichen Preis, welchen günstigere Autohersteller bieten. Als BMW Mitarbeiter ist die Frage des Geldes also rein theoretisch kein Argument gegen BMW.
Die Mitarbeiter zu fragen finde ich auch völlig in Ordnung. Hier sollte allerdings kein Druck für die Mitarbeiter bestehen, sich unbedingt einen BMW zu kaufen, nur weil man für das Unternehmen arbeitet. Man sollte ihnen gute Angebote machen, aber auch dafür Sorge tragen, dass jeder frei darüber entscheiden kann ohne irgend welche Nachteile an sich zu ziehen.